Rufus’ Release / Großmäulig groß werden
Jens Friebe in der taz zur neuen Platte von Rufus Wainwright.
Ebenfalls taz zu Bettina Blümners Prinzessinnenbad.
Jens Friebe in der taz zur neuen Platte von Rufus Wainwright.
Ebenfalls taz zu Bettina Blümners Prinzessinnenbad.
oder die dunkle Seite der Liebe.
Drei meiner Lieblingstürken auf einem Haufen:
Fatih Akin, Feridun Zaimoglu und Birol Ünel.
Gegen die Wand online, umsonst, legal, zum Angucken.
-> Videos / -> Interview
dann Film gucken.
“Stets und überall aktuell informiert – das große Versprechen der unumgänglichen internationalen Kunstevents heißt Teilhabe an der Gegenwart. Zeitgenossenschaft im emphatischen Sinne bedeutet das allerdings nicht”
Erster Teil einer Serie in der taz
dann: Fatih Akin Interview in der Welt
[MEDIA=2]
Ein Gespräch mit Mario Lombardo über zeitgenössisches Editorial Design, Politik und die eigene Arbeitseinstellung. Eine kleine Presseschau und ein Spaziergang über den Markt der gegenwärtigen Print Magazine.
Er sprach auf der TYPO, einer dreitägigen Designkonferenz in Berlin, und wurde vom Publikum zum beliebtesten Sprecher gewählt. Und das obwohl er von den Organisatoren in den kleinen Vortragssaal verbannt worden war. Sie wussten vorher noch nicht, was sie sich da für einen Fisch ans Land gezogen hatten.
Er ist einer der besten zeitgenössischen Print- und Magazindesigner in Deutschland. Von 2001 bis Ende 2006 war er der Art Director der Musikzeitschrift Spex bis die geschlossene Redaktion – und somit auch er – die Kündigung einreichte. Über die Hintergründe hierzu ist anderswo genug geschrieben worden.
Mario Lombardo ist ein überaus sympathischer, seit neuestem bebrillter Bartträger, der ganz genau weiss, was er will und was er kann.
In fünf Jahren Spex hat er sich ein Repertoire und einen neuen Ansatz eines Printdesigns erarbeitet, das seinesgleichen sucht. Jeden Monat zwei Wochen kreativ auf der Überholspur, neue Konzepte, neue Ansätze, neues Basteln, neues Was-geht, wie kann man noch weiter gehen. Andere Designer stehen ehrfürchtig vor seinem Output, den er mit dem monatlichen Turnus der Spex vorgelegt hat.
Er war an mehreren Hochschulen als Dozent tätig, hasst das zeitgenössische Grafik Design in Deutschland und ermuntert seine Studenten, eigene Wege zu finden.
Er will nicht kommerziell oder für grosse Konzerne arbeiten. Die Begründung hierfür ist allerdings keine dogmatisch politische, sondern eine atmosphärische: „Ich habe noch keine Sympathie zu den Leuten gefunden, mit denen man da zusammenarbeiten würde. Vielleicht kommt die noch, vielleicht muss ich das auch irgendwann. Bis jetzt gehts ohne.” Wer ihn sieht, nimmt ihm eine Einstellung ab, die er selber gar nicht proklamiert, die aber von anderen oft eingefordert wird: Authentizität.
Seine Vortragsthemen auf Konferenzen haben so grandiose Titel wie „Terror und Design”, „Design und Religion” oder „The Wow Signal and the Emotional Effect”.
Er bewegt sich zwischen grossen populistischen Themen ohne kommerzielle Kommunikation im Sinne eines rein Werberischen zu wollen. Er sucht den Inhalt: „Unser Standpunkt ist Aussage.”
Ein Gespräch mit Mario Lombardo auf der Typo2007.
Alexey Brodovitch Henry Wolf Fantastic Man Butt Magazine Vanity Fair
Mike = Mike Meiré Tyler Brulé / Wallpaper / Monocle SZ Magazin brand eins
econy = Vorläufer der brand eins Florian Lambl Lo Breier ehemals Büro X
Frankfurter Rundschau – die jetzt im Tabloid rauskommt, was ich gar nicht mal so schlecht finde –
mit einem Artikel zur Made in Germany Ausstellung in Hannover (25. Mai bis 26. August 2007).
Klingt ein bisschen nach deutschemalereizweitausenddrei Abklatsch, sind aber gute Leute dabei und erstmals Ausstellung in allen drei grossen Häusern in Hannover.
Nächstes Mal also kurz von der Autobahn runter und nicht wieder an Hannover vorbei fahren.
Dann: taz Artikel zur Suhrkamp Veröffentlichung “Und jetzt?”. Was bringen soziale Proteste in der Mediengesellschaft, was für Auswirkungen können sie haben.
Hundert Jahre John Wayne in der Süddeutschen und der NZZ
arte hat morgen (heute) Clint Eastwood Tag mit folgendem Programm:
20:55 Clint Eastwood – Der letzte Gigant
22:55 Clint Eastwood – Ein Mann und sein Weg
Macht es Sinn, Verbindungsketten aufzuzeigen, die sich durch Internetrecherchen ergeben?
Ich las einen Artikel über Blumfeld, die ja jetzt bald bzw. ab sofort wech sind, und irgendwie katen jetzt viele Zeitungen nach und ziehen “Ah, die waren ja so weinerlich” Resümees. Und das ärgert mich, aber auch egal.
Blumfeld bzw. der diese essentiell ausmachende Distelmeyer hat ja immer wieder auf die ihn beeinflussende Münchener Freiheit hingewiesen. Er selber in seinen Texten – und nicht nur da – voll von Verweisen:
“Blumfeld, ein älterer Junggeselle ist eine Erzählung von Franz Kafka. Sie wurde 1915 verfasst und postum veröffentlicht. Sie behandelt die skurrilen Schwierigkeiten eines Junggesellen in seinem Privat- und Berufsleben. Kafkas „älterer Junggeselle“ wurde 1990 zum Namensgeber für die Hamburger Band Blumfeld.”
Deshalb gedacht, was machen die eigentlich heutzutage, die Münchener Freiheit? Noch irgendwas im Ohr gehabt von einem Interview mit den Fantastischen Vier und dann Wikipedia, wie immer, Begriff gesucht und gefunden, und dann der Link zum Sänger Stefan Zauner, der auch – und jetzt kommts: der auch bei Amon Düül 2 war!
Was für eine Verbindung! Das sind die Brüche, die ich liebe. Münchener Freiheit und vorher Amon Düül. Wow! Dit wusst ick nich.
Wikipedia schreibt:
“Amon Düül spielte überwiegend improvisierte Musik ohne Songstruktur. Der häufige Mitgliederwechsel der Formation trug nicht zur Ausbildung eines konkreten musikalischen Charakters bei. Viele der Musiker standen der Kommune 1 in Berlin nahe, die Band gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Krautrock.”
Um es für die zusammenzufassen, denen Amon Düül kein Begriff sein sollte: das waren in einem grossen mit Perserteppichen ausgelegten Zimmer – obwohl in grosser Gruppenzahl – fast autistisch vor sich hin zirpende langhaariger Menschen, die alle einzeln rasselten, plingten, kruschelten und trommelten. Irgendwie kam dann so etwas wie ein Lied am Ende raus. Wegen Gruppenstreitigkeiten gab es später neben Amon Düül auch die Splittergruppe Amon Düül 2. Kurz: Feinste deutsche Hippie Geschichte.
Aber dann weiter zum Produzenten der Münchener Freiheit Armand Volker, der des weiteren – und das war dann der letzte Hyperlink – mit Michael Cretu zusammen Sandra auf dem Gewissen hat. Das war die mit Maria Magdalena.
Was für ein Bogen.
Armand Volker soll ausschlaggebend gewesen sein für den speziellen Sound der Münchener Freiheit. Für die besondere Wirkung des Gesanges soll er bis zu 200 Spuren übereinander gelegt haben. Was macht Michael Cretu heute? Keine Ahnung, da habe ich dann aufgehört zu klicken. Das schau ich jetzt nicht mehr in der Wikipedia nach, aber irgendeine Form von enigma (”über 35 Millionen verkaufte CDs, 50 Nummer-1-Platzierungen und 90 Platin-Auszeichnungen” – alles klar. Was man mit einer weissen Brille alles so erreichen kann…) wirds schon sein. Und mit dem Enigma wären wir dann wieder halb zurück bei Franz Kafka.
Distelmeyer hängt mit Stefan Zauner zusammen genau zwischen diesen Stühlen: Amon Düül und Michael Cretu. Oder hing. Ich gebe zu, etwas wirre Gedankengänge. Internet, Sie wissen schon, und zu wenig Schlaf, aber ich finds amüsant.
Als Danksagung an Jochen Distelmeyer hier ein Münchener Freiheit Text Auszug. (Kann auch als Erklärung an die Leser eines Blogs gesehen werden.) Und – ja!: ich höre währenddessen das Lied zum Text. Und – nein, ich habe keinen Alkohol zu mir genommen.
Ich will auch nichts erzählen,
was dich eh’ nicht interessiert,
Will mit dir was erleben,
Was uns beide fasziniert.
Und ich gebe offen zu,
das, was ich will, bist du.
Interview mit Jimmy Wales, dem Gründer von Wikipedia, auf Wallstrip, die gerade von CBS gekauft wurden.
“Die diesjährige TYPO hat eigentlich keine Superstars.
Das muss ja auch gar nicht so schlecht sein. Zum heimlichen Star könnte – gewissermassen im doppelten Sinne underground/independent – Mario Lombardo werden.”
schreiben slanted.
Na dann. Macht Euch bereit. Ich habe am Wochenende ein Interview mit diesem netten jungen Mann gedreht. Und das wird lang, weil der was zu sagen hat. Ende der Woche hier online.
Ein Gespräch mit Mario Lombardo über zeitgenössisches Editorial Design, Politik und die eigene Arbeitseinstellung. Eine kleine Presseschau und ein Spaziergang über den Markt der gegenwärtigen Print Magazine.
Das Thema hatten wir hier ja schon mal bei The Trap von Adam Curtis in Bezug auf die Entwicklung der Freiheitsrechte. Jetzt vier Fallstudien zur Privatisierung von Staatsaufgaben.
leicht veränderter Pressetext:
In vier ineinander verwobenen Erzählsträngen bringt Florian Opitz in seinem Dokumentarfilm DER GROSSE AUSVERKAUF dem Zuschauer das komplexe Phänomen „Privatisierung“ über Porträts von Menschen aus verschiedenen Kontinenten nahe, die von den Versuchen, das Wirtschaftswachstum zu steigern, unmittelbar betroffen sind. Wasser, Strom, Bahn, Gesundheit oder Bildung… Schnell werden die Parallelen zu den wirtschaftspolitischen Entwicklungen deutlich.
http://www.dergrosseausverkauf.de/
Läuft übermorgen bundesweit in den Kinos an. Mit Musik von Marcus Schmickler.
Der
Brian Eno und
haben heute Geburtstag.
Daher ein kleines Lied zwei, drei von Cantaloup auf aerotone, das (ich weiss, sehr gewagt) eine Melo-Schnittmenge darstellen könnte: hier.
Drei äußerst empfehlenswerte US-Serien, über die ersten beiden gibt es nicht viel an deutschsprachigen Informationen. Ich bin grad zu müde, um einen längeren Text zu schreiben, vielleicht später irgendwann. Alle drei lohnen sich. Beim nächsten Videothek-Besuch mal ausleihen. Wichtig: wie bei fast allen Serien gilt es, die ersten paar Folgen ansehen, erst dann dreht sich das dramaturgische Karussell.
Durch die Nacht mit Franco Nero und Fred Williamson
5. Juni 2007, 0:55 Uhr, ARTE
Pressetext:
Django trifft The Hammer: Mit dem Italiener Franco Nero (hier eine grossartige Überschrift: Sein Gesangbuch war der Colt) und dem Amerikaner Fred Williamson treffen in Rom zwei Leinwandhaudegen der Extraklasse aufeinander.
von Kenzo Tange für die Olympischen Spiele 1964 entworfen. Auf ARTE: Sonntag, 20. Mai, 20.15 H.
Textauszug Wikipedia:
Das Yoyogi National Gymnasium (国立代々木競技場) ist eine Arena, die berühmt für ihre Hängedachkonstruktion ist.
Die Sporthalle wurde von Kenzo Tange entworfen und diente den Schwimm- und Tauchveranstaltungen während der Olympischen Sommerspiele 1964.
Das Design inspirierte Frei Otto bei seinen Entwürfen der Arena für die Olympischen Sommerspiele 1972 in München.
Grösseres Bild hier
“Maybe not” Video mit der Musik von Cat Power, hergestellt von Oliver Pietsch, der auch gerade in Oberhausen bei den Internationalen Kurzfilmtagen abgesahnt hat. Tristessedeluxe mags nicht so, ich schon. Wobei ich den in Oberhausen gelaufenen und prämierten Spot Domin, Libra Nos (aus Spielfilmen gesammelte Suizidbilder mit Schusswaffen) und die Begründung der Jury auch etwas na-ja finde. Der hier von letzem Jahr, etwas harmloser, dafür ästhetischer.
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