Weil vor allem Cems und Roberts Artikel in den letzten beiden Tagen einiges an neuen Besuchern rübergespült haben, möchte ich den Türspalt zum FOLGE magazin ein wenig öffnen.
Es gibt einige Interviewpartner, von denen wir Zusagen haben, die aber gerade in nervenzehrenden Arbeitsprozessen stecken, erst demnächst Zeit haben oder von uns noch den letzten Anstoss brauchen, doch nicht das Licht der Öffentlichkeit zu meiden und mit uns über ihre Arbeit zu reden. Das heisst, auch wenn unsere Veröffentlichungstaktzahl im Moment noch nicht sehr hoch ist, laufen parallel immer schon Vorbereitungen für die nächsten Interviews, Anfragen und Recherchen.
Einige Interviewpartner möchten wir bis zum dann stattgefundenen Dreh nicht preis geben, sei es, weil sie tatsächlich sehr prominent sind oder weil ein Interview, das ja auch technisch oder inhaltlich immer schief gehen kann, nicht funktioniert hat und auf den Bändern nur Blödsinn drauf ist oder der Interviewte und wir uns überhaupt nichts zu sagen haben. Ist schon vorgekommen…
Zum anderen wollen wir manchmal auch eine kleine Exklusivität waren. Klaus Fiehe zum Beispiel, der – bzw. dessen Interview – sich immer noch im Schnitt befindet (ich komm grad zu nichts…), ist eine im Rheinischen und Ruhrgebiet recht bekannte Persönlichkeit, im Radiobereich ist er eine Institution. Dennoch gibt es über diesen guten Mann keine, zumindest keine mir bekannten, Fernsehbeiträge oder Dokumenationen. Das heisst, wenn man sich für ihn interessiert, kann man online abgedruckte Interviews finden, man bekommt aber keinen direkten Eindruck von ihm als Person. Bei ihm hätte es uns schon sehr geärgert, wenn durch unsere vorhergehende Ankündigung jemand anderes auch ein Interview mit ihm gemacht und versucht hätte, die Idee abzugreifen.
Anders sieht es bei Personen aus, bei denen es uns fast egal ist, ob andere auch Interviews veröffentlichen, weil wir glauben, dass unsere Machart der Person so gerecht werden wird, dass unser Interview einfach besser sein wird. Mag jetzt überheblich klingen, aber ein Beispiel hierfür ist Jason Lutes.
Ich habe keine Ahnung, wie er als Typ ist, kenne auch kein Bild oder Fernsehmaterial über ihn, aber mir wären andere Fernsehbeiträge über ihn recht egal, weil ich glaube, dass unser ausführlicheres Gespräch mit ihm immer besser sein würde als ein “normaler” Beitrag, weil seine Arbeit einfach so phänomenal ist und nach einem längeren Gespräch verlangt.
Er wird erst nächstes Jahr wieder in Europa sein, aber ich hoffe, dass er dann Zeit für uns findet, und mir ist es auch egal, ob und wieviele Artikel es über ihn dann auf SpOn und was weiss ich wo geben wird. Dann werden wir auch nur eine von vielen anderen Quellen sein, die über ihn berichten, aber wenn wir ein Interview mit ihm bekommen sollten und es gut läuft, werden wir eines der interessantesten und ausführlichsten mit ihm haben. Glaube und hoffe ich zumindest…
So weit. Türspalt wieder zu.