sagt Oliver Gehrs vom vierteljährlich erscheinenden Dummy Magazin. Ich habe seine Beiträge auf watchberlin so selten geschätzt wie ich die Dummy grossartig finde. Aber der Vortrag, den er hier auf dem Medienforum Mittweida hält, ist so polemisch wie gut und richtig.
Stichworte:
stern sieht beschissen aus, anmutung eines AOK Heftes // gekungel und geldverschiebung in der mediaplanung, advertorials, das betteln um anzeigen, das verlorene selbstwertgefühl des journalismus // kleine einheiten als regulativ, geschlossene themen, wut auf gesellschaftliche verhältnisse // park avenue werbevolumen von 30 millionen // demokratisches kaputreden in redaktionen
Video hier
via
“(…) wie die junge Fanzinemacherin, die später im “Ilses Erika” von ihrem eigenen Status schwärmte: “Ey, tausender Auflage! Das heißt, du laberst nicht, wie in der Kneipe, drei Leute voll, du laberst TAUSEND Leute voll.” Ach, würden Stolz und Eitelkeit sich doch immer so entwaffnend äußern, und blieben die Subkulturschaffenden doch immer so klein und lieb mit ihren großen Pfoten und tapsigen Bewegungen. Aber nein, irgendwann werden sie alt und gebrochen und berufen Symposien ein zu den Themen “Worum ging es eigentlich noch mal?” oder ‘Könnten wir eventuell vom Staat die Achtziger wiederkriegen?’”
aus: Jens Friebe 52 Wochenenden – Zwanzig /// Lawinenhund
about film and friendship
Dann, was ich nicht wusste:
“Herzog war Gastdozent in Berkeley. Einer seiner Studenten war der hochtalentierte Errol Morris, der zwar viele Filmideen, aber kein Geld für die Umsetzung hatte. Herzog trieb ihn immer wieder an, seine Projekte anzugehen und zu verwirklichen. Um ihm den letzten Kick zu geben, bot er Morris eine Wette an.”: Werner Herzog Eats His Shoe
Zur Erinnerung:
Errol Morris ist ein mittlerweile fast genial zu nennender Dokumentarfilmer, der American Academy Award (Oscars) Gewinner ist und sich auch nicht davor scheut, grossartige Werbung umzusetzen (Apple Switch, Ellen Feiss, etc).
Persepolis war die Hauptstadt des antiken Persien, ist aber auch der Titel eines Comics von Marjane Satrapi, in dem sie ihre Kindheit im Iran beschreibt.
Zum Comic gibt es jetzt eine Verfilmung, die dieses Jahr in Cannes den Preis der Jury gewonnen hat, in Frankreich als offizieller Beitrag für die Nominierung um den besten nichtenglischen Film bei der Oscarverleihung 2008 ausgewählt wurde und bei uns in 2 Wochen anläuft.
Die ersten Trailer sehen grossartig aus. Graphic Novel im besten Sinne.
Interview mit Marjane Satrapi
Trailer 1 Trailer 2 Trailer 3
Website zum Film
einen Praktikanten / eine Praktikantin.
Must: Interesse an Bildern, Leuten, Themen.
Wir bieten: “going the whole nine inches” , d.h. gesamter Ablauf und Durchführung einer Produktion, Vorbereitung, Dreh, Post, Text und Inhalt. Partizipation am und Unterstützung für den FOLGE magazin Aufbau.
Kontakt: frerk [at] folge-mag [punkt] com
Ich mag die Website des Deutschlandradios. Beiträge als Text und MP3 und Flashplayer, live player ebenfalls in unterschiedlichsten, guten Formaten und das nicht erst seit gestern. Gestaltung von Sebastian Kutscher, nondesign.de, den ich selber nicht kenne, der aber alleine für diese Arbeit bei mir einen dicken Stein im Brett hat. Also mal wieder auf der Seite mäandert und ein paar Beiträge eingesammelt:
Warum wünschen sich Alt-68er immer die Revolution und Rebellion gegen sich selbst?? Mir sehr unverständlich. Wenn die “Rebellion” dann da ist, ziehen auch sie lange Nasen und aus ists mit dem gemütlichen Teetrinken. What ever, Edgar Reitz, dessen “Heimat” Serie ich sehr mag, ist 75 Jahre alt geworden, dazu ein Interview.
Schrift Ton
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Anderes, ewiges Problem: Definier mir den Begriff Grundversorgung. Und: irgendwie nervt mich Fritz Raff (war er es, der sagte, die Öffentlich-Rechtlichen hätten den Anschluss an die “Jungen” und “Fortschrittlichen” aufgrund ihrer Struktur verloren? Dann unternimm was dagegen, Herrgottnocheinmal), aber genau so nervt mich der VPRT (Verband der privaten Rundfunksender). Das Säbelgetuschel über den neuen Markt, der so neu dann auch nicht ist, das Konferenz- und Talkshowgeblubber auf Management- und Büroleiterebene.
Und warum wird mir schlecht, wenn Politker mit den Inhalten der Öffentlich-Rechtlichen argumentieren? Ich kenne kaum noch jemanden, der nicht kurz davor ist, seinen Fernseher, wenns denn noch einen gibt, auf den Müll zu schmeissen. Der Austausch findet woanders statt. Erst gefühlte Jahre nach dem Handeln der BBC liefern sich hierzulande Schnecken und Schildkröten ein Zeitlupenrennen.
Kleine Übersicht zur Problemstellung:
Text Ton
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Versöhnlich, aber realistisch inszenierter Abschluss: Jeff Wall Retrospektive im Deutsche Guggenheim unter den Linden.
Text Ton

von Eve Sussman und der Rufus Corporation im Hamburger Bahnhof habe ich leider nicht gesehen. Aber alleine die Stills sehen nicht schlecht aus.
Ursprung:
“In die neue Stadt kamen viele Verbannte, Heimatlose und Verfolgte. Es mangelte jedoch an Frauen. (…) Sie baten darum, den um sie geführten Kampf zu beenden, da auf der einen Seite ihre Brüder und Väter, auf der anderen ihre Männer und Kinder sterben würden.” So viel zum Dilemma.
Dafür ist Stephan Kaluzas – Das Rheinprojekt (Werk Bild klicken spielt Film, die Dinger sind wirklich wunderbar) in Düsseldorf noch aktuell. 21449 Fotografien zu einem 4 km langen Bild zusammengelegt: Der Rhein.
“Tracks findet heraus, was Berlin 18 Jahre nach dem Mauerfall – und heute mehr denn je – so spannend macht.”
“In Berlin ist einiges möglich, neuerdings mischen sich hier sogar Hoch- und Club-culture.”
“das Berliner Szene-Viertel Prenzlauerberg.”