# 1 Otto Pfeiffer 5min Vers

Objekt — frerk on May 28, 2007 at 17:26
unserer MiniDoku über einen der außergewöhnlichsten Köche in Berlin. 15 min Vers

[MEDIA=4]

click auf das bild startet das video. erneuter click stoppt.

Otto Pfeiffer ist seit Mitte der neunziger Jahre eine kleine Institution in Berlin. Die Sushibar ‘Mäcky Messer’, die er in der Mulackstraße von 1996 bis 2001 betreibt, gilt immer noch als legendär. Ein vielleicht 20 Quadratmeter großer Raum mit 12 Sitzplätzen, die größtenteils um den Arbeitsplatz des Kochs angeordnet sind, so daß die Gäste ihm zwangsläufig bei der Sushizubereitung zuschauen müssen. Das beinhaltet auch, daß man Otto gar nicht aus dem Weg gehen kann. Aber genau deshalb kommt man auch zu ihm. Reden, essen, lecker.¶

Otto ist ein Phänomen. Als normaler Gast – gänzlich unvertraut mit der offiziellen Sterne-Küche – ist man es nicht gewohnt, mit dem Koch über das Essen zu reden, ob und warum es einem geschmeckt hat. Otto macht genau das. Und er kocht und backt und empfiehlt, probiert Neues aus und überredet seine Gäste ebendies zu tun.¶

Ottos Essen ist günstig, macht Spaß und holt einen raus aus dem Alltag. Jedem zu empfehlen, der etwas mehr als die fünf Euro beim Thai ausgeben kann und mal wieder gut essen gehen möchte. Daß seine Küche dabei eine Mischung aus norddeutscher und japanischer Küche ist, klingt nur irritierend nach Fusionsküche. Davon nicht abschrecken lasssen. Das Essen ist einfach großartig, unbedingt die Tartes probieren! Die sind phänomenal. Otto hätte auch nur Patissier werden können und schon dann einige Menschen auf dieser Erde glücklich gemacht.¶

”Es geht darum, daß man die einzelnen Zutaten schmecken kann, sie aber auch miteinander verbunden sind.“ Klingt einfach. Aber genau darin liegt die Kunst des Ganzen. Daß Otto einem erklärt, was und wie er kocht, daß es ihm wichtig ist, den Austausch mit seinen Gästen zu suchen. Alleine das macht einen Besuch im Oki zu einem guten Abend.¶

Fast nebenbei bekommt man dann Gerichte serviert, die man so noch nicht gesehen, geschweige denn gegessen hat. Entenbrust mit karamelisierten Backpflaumen und Wokgemüse, karamellisierte Boskop-Apfel Fischsuppe, Kalbstafelspitz in Teriyakisoße mit Birne, Passionsfrucht-Mango-Tarte. Otto bringt auf wundersame Weise japanischen Minimalismus und norddeutsche Deftigkeit zusammen. ”Das Schwere wird leichter, und das Leichte wird schwerer.¶

Oki
Oderberger Straße 23
Berlin Prenzlauer Berg
Di-So, 15-23 Uhr
ab 15 Uhr Kaffee und Kuchen
warme Küche ab 18.30 Uhr
es gibt keine Website
Tel 030-4985 3130

note
Ich habe bei der Neuordnung des Sidebares versehentlich die Pages gelöscht. Damit sind auch die Comments futsch, die hier mal standen. Sorry!

AddThis Social Bookmark Button

2 Comments »

  1. Wirklich ein sehr schöner Beitrag. Interessant, sehr gut umgesetzt. Ich bin entzückt!

    Comment by Nicken — 16. September 2007 @ 14:30
  2. nice work – I like it. we met one night in Berlin with Olaf Stueber.

    I am based in New York, and making some films with artists.

    Best wishes ! Sarah

    Comment by sarah stanley — 8. October 2007 @ 18:14

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Leave a comment

betrieben durch WordPress unter zuhilfenahme von barecity von Shahee Ilyas. | Impressum